Rückenschmerzen:
Die fünf häufigsten Mythen

Wahr oder falsch? Glauben Sie bloss nicht alles, wenn es um Rückenschmerzen geht. Und schon gar nicht, dass Sie sich damit abfinden müssen!

"01 „ICH KANN NICHTS
DAGEGEN TUN!“"

Oh doch, das können Sie. Klar, jeder Rückenschmerz-Patient benötigt seine individuelle Lösung. Wer darunter leidet, braucht ein eigenes Behandlungs- oder Therapiekonzept. Heutzutage gibt es für jeden, den es öfter mal trifft, viele Möglichkeiten, pro-aktiv zu werden – das beste Rezept, um die Schmerzen und deren Ursache zu verhindern. Ein bisschen Gymnastik, etwas Krafttraining oder andere Rückenfit-Methoden helfen fast immer, den Schmerz auch langfristig loszuwerden. Je eher Sie mit dem täglichen Training beginnen, desto besser! Wenn das nichts bringt, sollten Sie für eine genaue Diagnostik und Therapie den Arzt aufsuchen. Denn anhaltende Schmerzen kosten nicht nur eine Menge Energie und bedeuten Extra-Stress, sondern schlagen auch auf die Psyche und das Immunsystem. Eins dürfen Sie also ganz schnell und vor allem sofort vergessen: Dass der Rückenschmerz zu Ihrem Leben gehört!


02 „AKUTE BESCHWERDEN:
ICH MUSS MICH SOFORT RUHIGSTELLEN, SCHON VERSCHWINDET DER SCHMERZ.“

Bei heftigem Hexenschuss oder Rückenalarm wegen Überlastung hilft Schonung tatsächlich gegen den Schmerz. Nichtsdestotrotz dauert diese Akut-Phase normalerweise nicht länger als ein paar Tage an. Langfristig wirkt nur eines nachhaltig gegen Rückenschmerzen. Und das ist? Rückenmuskeln stärken und Bewegung! Denn Rücken- und Bauchmuskeln gleichmässig zu beanspruchen kann die Heilung beschleunigen und zukünftige Verletzungen verhindern. Fragen Sie Ihren Arzt, welche Übungen oder welche Sportarten für Sie und Ihre Beschwerden ideal sind.


03 „WER SPORT TREIBT,
BLEIBT VON RÜCKENSCHMERZEN VERSCHONT.“

Leider falsch. Selbst für sehr sportliche Menschen gibt es keine Garantie. Sogar Sportskanonen bekommen hin und wieder mal Rückenschmerzen. Aber: Wer gut in Form ist, leidet weniger häufig und weniger heftig. Tritt der Schmerz immer wieder auf, sollten Sie einen Arzt um Rat fragen. Grundsätzlich gilt: Regelmässiges Training, das sowohl Übungen zur Kräftigung der Muskulatur als auch entspannende und Dehnungsübungen umfasst, ist der beste Schutz gegen Rückenprobleme (Schauen Sie in unserer Mediathek nach passenden Übungsanleitungen).


04 „JETZT KANN ICH MEINEN
LIEBLINGSSPORT VERGESSEN!“

Das stimmt nicht. Zum Glück sind Schmerzen im unteren Rücken selten chronisch, sondern zeitlich begrenzt. Es ist also meist nur eine Frage der Zeit, bis Sie es überstanden haben. Fangen Sie ruhig, so bald es geht, mit Ihrem Lieblingssport wieder an. Je schneller Sie wieder beginnen, desto schneller geht es Ihnen auch wieder besser.


05 „WENN ICH IMMER GERADE SITZE,
DANN PASSIERT MIR NICHTS.“

Nein! Auch wer immer gerade sitzt, benutzt seine Muskulatur nur einseitig. Beim dynamischen Sitzen hingegen werden unterschiedliche Muskelgruppen bewegt. Wer also zwischendurch mal aufsteht, sich streckt, reckt oder nach hinten lehnt, macht’s besser und schützt so seinen Rücken. Lesen Sie dazu auch unseren Artikel Willkommen im Wohlfühl-Büro!

Werden Sie rechtzeitig aktiv, um Rückenbeschwerden zu verhindern. Wenn Sie eine Routine entwickeln, bei der Sie regelmässig die wichtige Stützmuskulatur kräftigen und das Ganze mit Dehnungsübungen kombinieren, tragen Sie selbst den grössten Teil zu Ihrer Gesundheit bei (Videos mit entsprechenden Übungen dazu finden Sie in unserer Mediathek). Die Übungen helfen, sich vor weiteren Rückenbeschwerden zu schützen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihr Sportprogramm das richtige für Sie ist oder möglicherweise Stress und psychischer Druck Ihre Schmerzen beeinflussen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt und bitten ihn um Rat.


Bitte beachten Sie, dass keiner der hier erteilten Ratschläge die Untersuchung durch einen Arzt ersetzen kann.

Wichtig: Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie sich eine Verletzung zugezogen haben oder Sie einen Bandscheibenvorfall vermuten. Werden die Beschwerden von Rötungen, Schwellungen, einer Überwärmung der Gelenke, von anhaltenden oder schweren Schmerzen und/oder neurologischen Beschwerden begleitet (z. B. Taubheitsgefühle, Kribbeln) oder strahlen die Schmerzen in die Beine aus, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Weitere Informationen zu Hansaplast-Produkten erhalten Sie bei der Hansaplast-Hotline 0800/806111 (9 - 12 Uhr, gratis), oder nutzen Sie unser Kontaktformular.